Verbraucher
Statement Georg Sedlmaier
„Was ist in unseren Lebensmitteln wirklich drin? Welche Inhaltsstoffe? Das fragen sich immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher. Mit Freude beobachten wir, wie immer mehr Lebensmittelkaufleute Wert legen auf Transparenz, Klarheit, Wahrheit und Vertrauensbildung nach dem Motto: „Wir haben nichts zu verbergen“. Kunden wollen verstärkt einen „Händler ihres Vertrauens“. Lebensmittelskandale, nicht artgerechte Tierhaltung, Etiketten-Schwindel und nicht zum Schluss die Finanzkrise machen Verbraucherinnen und Verbraucher zunehmend misstrauisch. Sie fragen sich, sind Lebensmittel wirklich noch „Mittel zum Leben“. Erfreulicher Weise erleben wir immer mehr erfolgreiche Hersteller und Händler, die mit regionalen Lebensmitteln, dem Verzicht auf künstliche Aromen, Geschmacksverstärker, Farbstoffe und ohne Gentechnik in der Kundengunst steigen.“
Die EU-Ökoverordnung sorgt in der deutschen Bio-Milchproduktion weiterhin für erhebliche Spannungen. Kern der Regelung ist die verpflichtende Weidehaltung für Rinder, Schafe und Ziegen auf Bio-Betrieben.
Die EU-Ökoverordnung sorgt in der deutschen Bio-Milchproduktion weiterhin für erhebliche Spannungen. Kern der Regelung ist die verpflichtende Weidehaltung für Rinder, Schafe und Ziegen auf Bio-Betrieben.Weidepflicht für Bio-Milch: EU-Regeln bringen immer mehr Betriebe in Bedrängnis
Die EU-Ökoverordnung sorgt in der deutschen Bio-Milchproduktion weiterhin für erhebliche Spannungen. Kern der Regelung ist die verpflichtende Weidehaltung für Rinder, Schafe und Ziegen auf Bio-Betrieben. Was auf den ersten Blick nach konsequentem Tierwohl klingt, entwickelt sich für viele Höfe zunehmend zu einem strukturellen Problem.
Besonders betroffen sind Milchviehbetriebe in Süddeutschland, die oft keine direkt angrenzenden Weideflächen besitzen oder deren Ställe in dicht bebauten Ortslagen liegen. Für sie ist die Umsetzung der Weidepflicht organisatorisch und wirtschaftlich kaum realisierbar.
Bio-Betriebe zwischen Anspruch und Realität
Die EU schreibt zwar seit Jahren vor, dass Bio-Tiere Weidezugang haben müssen, doch die praktische Umsetzung wurde lange Zeit großzügig gehandhabt. Diese Phase geht nun zu Ende: Die Kontrollen und Anforderungen werden zunehmend verschärft.
Für viele Betriebe bedeutet das einen tiefen Einschnitt. Wenn keine ausreichenden Weideflächen verfügbar sind, droht im schlimmsten Fall der Verlust des Biosiegels – selbst dann, wenn die Tiere in modernen, tiergerechten Stallhaltungssystemen gehalten werden.
Landwirte berichten von erheblichen praktischen Hürden: Weideflächen liegen häufig weit vom Hof entfernt, müssen über Straßen oder Bahntrassen erreicht werden oder sind logistisch kaum in die tägliche Arbeit integrierbar. In solchen Fällen ist eine klassische Weidehaltung kaum umsetzbar, ohne den gesamten Betriebsablauf grundlegend umzustellen.
Existenzängste in der Bio-Milchproduktion
Die Konsequenzen der strengeren Auslegung sind bereits spürbar. Branchenvertreter gehen davon aus, dass ein erheblicher Teil der Bio-Milchbetriebe die Produktion aufgeben oder wieder auf konventionelle Landwirtschaft umstellen könnte. Erste Betriebe haben diesen Schritt bereits vollzogen.
Das trifft insbesondere Regionen, in denen die Flächenstruktur historisch gewachsen und stark zersplittert ist. Dort stehen viele Höfe vor der Frage, ob sie unter den neuen Bedingungen überhaupt weiterhin ökologisch wirtschaften können.
Kritik an starren Vorgaben wächst
Aus der Landwirtschaft wird zunehmend Kritik an der starren Auslegung der EU-Regeln laut. Zwar wird die Weidehaltung grundsätzlich als tiergerecht anerkannt, jedoch wird die pauschale Verpflichtung ohne Rücksicht auf regionale Gegebenheiten als problematisch bewertet.
Gefordert werden deshalb praxisnahe Lösungen: mehr Flexibilität bei der Umsetzung, Ausnahmeregelungen für strukturell benachteiligte Betriebe und eine stärkere Berücksichtigung realer Standortbedingungen.
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