Tierwohl
Statement von Dr. Renate Pusch-Beier
"Deutschland ist der Schweineproduzent Nr. 1 in Europa. 98 Prozent unseres Fleisches kommen aus Massentierhaltung, die auf Medikamente angewiesen ist. Es werden Unmengen an Antibiotika eingesetzt mit fatalen Folgen. Denn der Mensch nimmt sie nicht nur über das Fleisch auf. Indem die Landwirte die Felder mit den Ausscheidungen der Tiere düngen, gelangen die Antibiotika auch in Wasser, Boden und Pflanzen und damit erneut in die Nahrungskette. Der massive Einsatz von Medikamenten fördert die Bildung multiresistenter Keime: immer häufiger erkennbar an der Wirkungslosigkeit vieler Antibiotika in der Humanmedizin. Umso wichtiger ist es, jetzt etwas in der Nutztierhaltung zu ändern: Wir brauchen eine EU-einheitliche Überwachung von Antibiotika- und Hormon-Abgaben in der Tiermedizin, eine Senkung der Einsätze, eine zentrale Datenbank, Maßnahmen bei Verstoß gegen Auflagen und vor allem eine bessere Tierhaltung."
Seit 2009 arbeiten EDEKA und der WWF in einer strategischen Partnerschaft zusammen, um den ökologischen Fußabdruck zu verringern und nachhaltige Lebensmittelprodukte zu fördern.
An Nutztiere werden noch immer viel zu viele Antibiotika verabreicht - und damit die Resistenzbildung auch beim Menschen verstärkt. Martin Häusling (MDEP), kommentiert zwei kürzlich vorgelegte Veröffentlichung zum Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung:
98 Prozent unseres Fleisches stammen aus Massentierhaltung. Was bedeutet das für die Tiere, für die Qualität des Fleisches und für die Gesundheit des Verbrauchers?
Seit vielen Jahren behandelt Bio-Bäuerin Martina Steiner ihre 16 Milchkühe mit homöopathischen Mitteln und nicht gleich mit Antibiotika.


