Neue Zahlen aus dem YouGov Shopper Panel unterstreichen: Bio-Produkte sind längst kein Nischenphänomen mehr im deutschen Lebensmittelmarkt, sondern fest im Alltag der Verbraucherinnen und Verbraucher verankert. Im Jahr 2025 kauften Haushalte im Schnitt fast 60 Mal im Jahr mindestens ein Bio-Produkt, und sowohl Umsatz als auch Absatzmenge von Bio-Lebensmitteln sind kontinuierlich gewachsen. Gleichzeitig zeigen die Daten ein deutliches Bild heterogener Bio-Käufergruppen mit unterschiedlichen Lebenswelten und Kaufmotiven.
Die Erhebung macht deutlich: Bio erfüllt verschiedene Bedürfnisse – von Haltung und Nachhaltigkeit über Performance-Ansprüche bis hin zu Vertrauen und regionaler Versorgung. So sind beispielsweise Verbraucherinnen und Verbraucher aus milieuspezifisch definierten Bereichen wie dem „Postmateriellen Milieu“ besonders stark im Bio-Konsum vertreten, weil sie bewusst nachhaltig konsumieren und Wert auf Umweltverantwortung legen, während andere Gruppen Bio vor allem als gesundes Alltagsangebot nutzen. Auch die Vertriebswege entwickeln sich weiter: Während Discounter weiterhin den größten Bio-Umsatzanteil halten, verzeichnen Drogeriemärkte und Vollsortimenter hohe Wachstumsraten, und auch der Bio-Fachhandel kehrt auf einen Wachstumspfad zurück. Für die IG FÜR gesunde Lebensmittel e. V. bestätigen diese Ergebnisse, was wir seit Jahren als Anspruch formulieren: Bio ist ein integraler Bestandteil gesunder Ernährung und nachhaltiger Konsumkultur, der über einzelne Zielgruppen hinaus breite gesellschaftliche Akzeptanz findet. Die Erkenntnisse aus den YouGov-Daten zeigen außerdem, wie wichtig es ist, die vielfachen Motivationen und Lebenswelten der Bio-Käuferinnen und Käufer zu verstehen, um eine echte, nachhaltige und gesunde Lebensmittelkultur gemeinsam weiter zu stärken.
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IG FÜR Redaktion
Foto: Alnatura


