Aktuelle Auswertungen des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) zeigen eine leichte, aber klare Trendwende beim Fleischkonsum in Deutschland: Die Menschen essen wieder mehr Fleisch. Nach vorläufigen Berechnungen lag der Pro-Kopf-Verzehr 2025 bei rund 54,9 Kilogramm und damit etwa 1,4 Kilogramm höher als im Vorjahr.
Besonders deutlich zeigt sich der Anstieg beim Geflügelfleisch. Hier wurde ein neues Allzeithoch erreicht, während Schweinefleisch weiterhin den größten Anteil am Gesamtkonsum ausmacht. Auch Rind- und Kalbfleisch verzeichneten zuletzt leichte Zuwächse.
Das BZL ordnet diese Entwicklung als Fortsetzung eines leichten Aufwärtstrends der vergangenen Jahre ein, nachdem der Fleischkonsum zuvor über längere Zeit rückläufig war. Gleichzeitig bleibt das Niveau im historischen Vergleich weiterhin deutlich unter früheren Spitzenwerten.
Die Gründe für den erneuten Anstieg sind vielfältig. Neben veränderten Preisentwicklungen spielen offenbar auch Konsumgewohnheiten und die wachsende Beliebtheit bestimmter Fleischsorten – insbesondere Geflügel – eine Rolle.
Für die IG FÜR zeigt sich damit erneut, wie stark Ernährungstrends von wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und gesundheitlichen Faktoren beeinflusst werden. Die Entwicklung unterstreicht zugleich die Bedeutung einer differenzierten Debatte über Ernährung, Landwirtschaft und Gesundheit.
Quelle: https://www.ble.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2024/240404_Fleischbilanz.html


