Unsere Themen 

Unter dem Motto „Lebensmittel sind Mittel zum Leben! Und jeder Einkauf ist Ihr Stimmzettel!“ beschäftigt sich die Interessengemeinschaft FÜR gesunde Lebensmittel – kurz IG FÜR – schwerpunktmäßig mit folgenden Themen:

Ernährung

Immer mehr Menschen hungern. Gleichzeitig produziert die Landwirtschaft mehr Lebensmittel pro Kopf als je zuvor. Wie funktioniert das?
Experten beziehen hier Stellung! 

Gentechnik

Gentechnik dient zur Herstellung von pflanzlichen gentechnisch veränderten Organismen (GVO). Wie sehen die Folgen für Menschen und Tiere aus?
Experten thematisieren das hier! 

Patente

Regelmäßig lassen sich Konzerne Lebewesen wie Tiere und Pflanzen patentieren und erhalten so Macht und Kontrolle über unsere Lebensmittel. Wussten Sie das? Experten klären hier auf! 

Handel

Der Handel muss endlich Stellung beziehen, denn die Kunden suchen verstärkt nach einem „Händler ihres Vertrauens“. Sie fordern Transparenz und Glaubwürdigkeit.
Experten zeigen hier wie es geht! 

Tierwohl

Nutztiere sind in der Massentierhaltung zur Ware geworden. Immer mehr und immer billiger soll produziert werden - auf Kosten der Tiere.
Experten klären auf und zeigen Alternativen! 

Wasser

Deutsches Trinkwasser ist angeblich das bestkontrollierte Lebensmittel. Doch stimmt das? Sind die Kontrollen ausreichend?
Experten klären hier auf! 

Synthetische Biologie

Die Synthetische Biologie folgt der Idee, dass man Lebensformen nicht nur genetisch verändern, sondern vollständig neu konstruieren kann. Wollen wir das? 
Experten warnen hier vor den Folgen!

Nanotechnologie

Nanopartikel finden in immer mehr Bereichen des Alltags Verwendung: zum Beispiel in Kosmetika, Verpackungsmaterialien und Lebensmitteln. 
Experten hinterfragen hier Chancen und Risiko!

Unterkategorien

Statement von Dr. Christoph Then

„Die Risiken gentechnisch veränderter Pflanzen für Umwelt und Verbraucher werden nicht ausreichend geprüft, die Vermarktung gentechnisch veränderter Pflanzen erfüllt im Hinblick auf das Vorsorgeprinzip nicht die Anforderungen der EU. Wichtige Forderungen sind eine Verschärfung der Zulassungsprüfungen sowie ein Verbot der Freisetzung von gentechnisch veränderten Organismen, die nicht rückholbar oder nicht koexistenzfähig sind.“

Statement von Dr. Ruth Tippe

„Lebewesen wie Tiere und Pflanzen werden regelmäßig am Europäischen Patentamt patentiert: Sind sie damit Erfindungen des Menschen? Über den Weg des Patentes können Konzerne die Macht und Kontrolle über unsere Lebensmittel erhalten. Das muss unterbunden werden! Deshalb: kein Patent auf Leben!“

Statement von Dr. Jurek Vengels

Nanomaterialien werden in immer mehr Alltagsprodukten eingesetzt, obwohl die Risiken bisher unzureichend abgeprüft sind. Auch in der Nahrungsmittelindustrie hält die Nanotechnologie Einzug: Schon heute enthalten viele Verpackungen Nanomaterialien, in Zukunft dürften auch in Lebensmitteln selbst vermehrt "Nanos" zum Einsatz kommen. Der BUND setzt sich gemeinsam mit der IG FÜR für sichere und möglichst unverfälschte Lebensmittel ein. Dabei konnten wir einen wichtigen Erfolg erzielen: Ab 2014 muss Nano-Food europaweit gekennzeichnet werden.

Statement von Dr. Christoph Then

„Synthetische Biologie folgt der Idee, dass man Lebensformen nicht nur genetisch verändern (manipulieren), sondern vollständig neu konstruieren kann. Die Synthetische Biologie birgt neue Risiken, Experten warnen hier vor zwei Kategorien: Zum einen besteht die Gefahr einer ungewollten Ausbreitung von künstlichen Organismen in der Umwelt. Die möglichen Folgen können Menschen, Pflanzen und Tiere und die Ökosysteme gleichermaßen betreffen. Es wird aber auch vor dem gezielten Missbrauch der Synthetischen Biologie zur Schaffung neuer biologischer Kampfstoffe oder für terroristische Zwecke gewarnt.“

Statement Prof. Dr. Claus Leitzmann

„Das Gesundheitspotential einer vegetarischen Ernährung konnte durch zahlreiche wissenschaftliche Studien bestätigt werden. Diese Ernährungsweise kann in erheblichem Maße dazu beitragen, Übergewicht und das Risiko an einer Reihe weit verbreiteter Zivilisationskrankheiten zu erkranken, senken. Die potentiellen Risiken sind bekannt und können vermieden werden.“

Statement Georg Sedlmaier

„Was ist in unseren Lebensmitteln wirklich drin? Welche Inhaltsstoffe? Das fragen sich immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher. Mit Freude beobachten wir, wie immer mehr Lebensmittelkaufleute Wert legen auf Transparenz, Klarheit, Wahrheit und Vertrauensbildung nach dem Motto: „Wir haben nichts zu verbergen“. Kunden wollen verstärkt einen „Händler ihres Vertrauens“. Lebensmittelskandale, nicht artgerechte Tierhaltung, Etiketten-Schwindel und nicht zum Schluss die Finanzkrise machen Verbraucherinnen und Verbraucher zunehmend misstrauisch. Sie fragen sich, sind Lebensmittel wirklich noch „Mittel zum Leben“. Erfreulicher Weise erleben wir immer mehr erfolgreiche Hersteller und Händler, die mit regionalen Lebensmitteln, dem Verzicht auf künstliche Aromen, Geschmacksverstärker, Farbstoffe und ohne Gentechnik in der Kundengunst steigen.“

Statement von Dipl.-Ing. Manfred Mödinger

„Das Prinzip aller Dinge ist Wasser; aus Wasser ist alles, und in Wasser kehrt alles zurück. Damit hat der griechische Philosoph Thales von Milet vor über 2.500 Jahren die allumfassende Bedeutung des Wassers perfekt ausgedrückt, die weit über das körperliche Leben hinausgeht. Es gibt für den Menschen nichts Wichtigeres auf Erden. Wir müssen das nur noch begreifen und danach handeln."

Deutsches Trinkwasser ist angeblich das bestkontrollierteste Lebensmittel. Doch stimmt das? Sind die Kontrollen ausreichend? Wie gehen wir mit unseren Ressourcen um? Experten klären hier auf!

Statement von Dr. Renate Pusch-Beier

"Deutschland ist der Schweineproduzent Nr. 1 in Europa. 98 Prozent unseres Fleisches kommen aus Massentierhaltung, die auf Medikamente angewiesen ist. Es werden Unmengen an Antibiotika eingesetzt mit fatalen Folgen. Denn der Mensch nimmt sie nicht nur über das Fleisch auf. Indem die Landwirte die Felder mit den Ausscheidungen der Tiere düngen,  gelangen die Antibiotika auch in Wasser, Boden und Pflanzen und damit erneut in die Nahrungskette. Der massive Einsatz von Medikamenten fördert die Bildung multiresistenter Keime: immer häufiger erkennbar an der Wirkungslosigkeit vieler Antibiotika in der Humanmedizin. Umso wichtiger ist es, jetzt etwas in der Nutztierhaltung zu ändern: Wir brauchen eine EU-einheitliche Überwachung von Antibiotika- und Hormon-Abgaben in der Tiermedizin, eine Senkung der Einsätze, eine zentrale Datenbank, Maßnahmen bei Verstoß gegen Auflagen und vor allem eine bessere Tierhaltung."


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