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Neuigkeiten von IG FÜR-Beiratsmitglied Dr. Christoph Then von Testbiotech: In der Forschung um (neue) Gentechnik in der Landwirtschaft gibt es ständig neue Studien und Erkenntnisse – auch bezüglich der Risiken. So berichtete Testbiotech kürzlich über die von japanischen WissenschaftlerInnen erzeugte CRISPR-GABA-Tomate. Wenige kleine Veränderungen im Genom führten hier dazu, dass die Pflanzen im Vergleich zu herkömmlichen Tomaten ein Vielfaches an GABA enthalten. Dabei handelt es sich um eines von vielen Beispielen, die zeigen, dass auch kleine Änderungen, die mittels neuer Gentechnik an Pflanzen vorgenommen werden, große Auswirkungen mit möglichen negativen gesundheitlichen Auswirkungen haben können.

Eine neue Studie aus Mexiko beschreibt jetzt Störungen der Interaktion zwischen gentechnisch veränderter Baumwolle und ihrer Umwelt. Natürlicherweise reagiert Baumwolle auf Schädlingsbefall, indem mehr Nektar gebildet wird, der Raubameisen anlockt. Diese Ameisen können dann die Fraßinsekten reduzieren. Doch überraschenderweise ist die Produktion dieses Nektars bei den Nachkommen von Gentechnik-Pflanzen, die ein Insektengift produzieren, dauerhaft erhöht. Dort finden sich im Vergleich auch mehr Raubameisen. Zusätzlich zu den Insektengiften, die die Nachkommen dieser Gentechnik-Pflanzen produzieren, verleiht das den Pflanzen einen Überlebensvorteil, der sie so invasiv machen kann, dass sie die natürlichen Populationen nach und nach verdrängen.

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Es gibt wahrscheinlich weitere Ursachen für die rasche Ausbreitung der Gentechnik-Pflanzen: In Mexiko breitet sich auch Gentechnik-Baumwolle mit einer Resistenz gegen Glyphosat aus. Wissenschaftliche Publikationen weisen darauf hin, dass Nachkommen dieser Pflanzen stärker wachsen und vermehrt Samen bilden können - auch wenn kein Glyphosat im Spiel ist. Damit hätten diese Pflanzen ebenfalls wichtige Merkmale invasiver Pflanzen erworben. Anlass zur Besorgnis ist zudem, dass sich in Mexiko unter den Nachkommen der transgenen Pflanzen auch spontane Mischformen finden, die herbizidresistent sind und zudem Insektengifte produzieren. Die Kombination dieser Eigenschaften kann die Invasivität der Gentechnik-Pflanzen noch einmal deutlich erhöhen. Das ist ein besonderes Problem, weil Mexiko eines der Zentren der biologischen Vielfalt für Baumwolle ist. Es ist fraglich, ob sich die Ausbreitung der Gentechnik-Pflanzen hier noch stoppen lässt (zur Testbiotech-Meldung).

 

Foto: unsplash.com
Text: Testbiotech

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