Regionale Lebensmittel einzukaufen ist gut fürs Klima. Kürzere Transportwege bedeuten weniger Emissionen. Wenn die Tomate also nicht eigens aus Spanien angeliefert werden muss, sondern beim Bauern um die Ecke angebaut und geerntet wird, spart das – hochgerechnet - mehrere Tonnen CO2 im Jahr. Doch das ist nicht die einzige gute Sache beim Einkaufen lokaler Erzeugnisse.

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Regionale Lebensmittel einzukaufen ist gut fürs Klima. Kürzere Transportwege bedeuten weniger Emissionen. Wenn die Tomate also nicht eigens aus Spanien angeliefert werden muss, sondern beim Bauern um die Ecke angebaut und geerntet wird, spart das – hochgerechnet - mehrere Tonnen CO2 im Jahr. Doch das ist nicht die einzige gute Sache beim Einkaufen lokaler Erzeugnisse: Gerade die Corona-Krise verdeutlicht den Wert von stabilen Lieferketten und Versorgungssicherheit. Und je kürzer diese sind, je weniger Zwischenstationen und Schranken es auf dem Weg von der Erzeugung bis zum Handel gibt, desto sicherer sind sie. So berichtet etwa REWE Strelow aus Lauffen am Neckar, dass es in der Krise insgesamt nur wenige Probleme mit der Warenversorgung gab, dank regionaler Ausrichtung der Sortimente. So konnte generell auch eine steigende Nachfrage nach regionalen Erzeugnissen verzeichnet werden, während man sich bei EDEKA Komp aus Hamminkeln durch die Corona-Krise darin bestätigt sieht, stärker auf Regionalität zu setzen.


Oder etwa beim IG FÜR Mitgliedsunternehmen Bohlsener Mühle, deren Geschäftsführer Mathias Kollmann attestiert, dass Regionalität stabil und krisenfest macht, während gleichzeitig Vielfalt im Anbau und in der Produktion erhalten wird. Demnach kämen etwa 70 Prozent der an den Betrieb angelieferten Rohstoffe aus Deutschland, 40 Prozent davon aus einem Umkreis von 200 Kilometern. Die Bedeutung von Regionalität für den Lebensmittelhersteller aus der Lüneburger Heide zeigt sich auch daran, dass seit fünf Jahren gemeinsam mit benachbarten Landwirten Bioland-Quinoa angebaut wird. Außerdem werde das Unternehmen in diesem Jahr als erster Verarbeiter Bio-Kichererbsen sowie Mohn aus deutschem Anbau einsetzen – grüne Linsen kämen ab der kommenden Ernte aus Deutschland dazu.
Zu einer ähnlichen Einschätzung kommt auch Bernhard Pointner, Geschäftsführer der Molkerei Berchtesgadener Land. Regionalität bringe Stabilität. Alle Abläufe entlang der Lieferkette von der Milchabholung, der Produktion und schließlich der Auslieferung liefen einwandfrei: „In der aktuellen Situation zeigt sich, wie wichtig die Lebensmittelproduktion im eigenen Land ist. Das regt Politik und Gesellschaft sicher an, bei lebenswichtigen Produkten die Rohstoff-Lieferketten und die dadurch aufgebauten Abhängigkeiten zukünftig zu überprüfen.“

Falls Sie mit Ihrem Unternehmen auch auf Regionalität setzen und diese Entwicklung nachhaltig unterstützen, möchten wir eine Teilnahme beim Branchenpreis „Regional-Star“ nahelegen, der die besten Konzepte mit regionaler Prägung aus Handel, Industrie und Landwirtschaft prämiert. Noch bis zum 6. Oktober kann man sich auf der Website der Lebensmittelpraxis bewerben.

Quelle: Regalplatz.de

Bild: Thomas Le / unsplash.com

Termine und Veranstaltungen

AUFGRUND DER DERZEITIGEN LAGE HINSICHTLICH DER VERBREITUNG DES CORONA-VIRUS SIND ALLE IG FÜR VERANSTALTUNGEN BIS AUF WEITERES ABGESAGT. WIR MELDEN UNS, SOBALD ES WIEDER WEITERGEHT UND BITTEN UM IHR VERSTÄNDNIS. BLEIBEN SIE GESUND!

Ob Symposium, Fachtagungen, Vorträge oder Vorstandstreffen, hier informieren wir Sie über kommende Veranstaltungen der
IG FÜR in den Arbeitsgruppen Fulda und Kempten.

Arbeitsgruppe Fulda

Jeden ersten Montag des Monats organisiert die IG FÜR interessante Vorträge in Fulda rund um die Themen Gesundheit und nachhaltiges Leben.

Veranstaltungsort: tegut… Zentrale,
Betriebskantine (EG), Gerloser Weg 72, 36039 Fulda

Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen!

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Arbeitsgruppe Kempten

Jeden letzten Mittwoch des Monats organisiert die IG FÜR interessante Vorträge in Kempten rund um die Themen Gesundheit und nachhaltiges Leben.

Veranstaltungsort: 's Lorenz, Prälat-Götz-Straße 2, 87439 Kempten; Telefon: 0831 28584

Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen!

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IG FÜR Unterwegs

Immer mittendrin, immer im Austausch. Die IG FÜR sucht den Kontakt mit der Öffentlichkeit, um so ein gesellschaftliches Bewusstsein von der Bedeutung gesunder Lebensmittel für die Gesundheit der Menschen zu fördern.

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IG FÜR MAGAZIN

Die IG FÜR gibt in regelmäßigen Abständen das IG FÜR Magazin (ehem. IG FÜR Zeitung) heraus, um ihre Mitglieder rund um das Thema „Lebensmittel sind Mittel zum Leben“ und über die Aktivitäten der IG FÜR zu informieren. Die aktuellen Ausgaben finden Sie hier zum Download. Viel Spaß beim Schmökern!

IGF 079 Magazin 2 2020 WEB

IG FÜR MAGAZIN 2/2020

  • Nachhaltigkeit von Verpackungen
  • Aktuelle Statements zur Corona-Krise
  • Wertschätzen tut gut
  • Tierwohl bei EDEKA Südwest Fleisch

Ausgaben 2020: Nr. 2 / Nr. 1
Ausgaben 2019: Nr. 3 / Nr. 2 / Nr. 1
Ausgaben 2018: Nr. 3Nr. 2 / Nr. 1


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