Knapp 15 Milliarden Euro haben die Deutschen im Corona-Jahr 2020 für Bio-Lebensmittel und -Getränke ausgegeben, wie der deutsche Bio-Spitzenverband Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) in seinem Branchenreport mitteilt. Der Umsatz mit Biolebensmitteln stieg den Angaben zufolge um 22,3 Prozent.

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„Viele Menschen arbeiten im Homeoffice und kochen selbst“, erklärt Gerald Wehde, Geschäftsleiter Agrarpolitik und Kommunikation bei Bioland. „Dabei achten Sie immer mehr auf die Qualität und Herkunft der Lebensmittel und landen bei Bio, möglichst aus dem Umfeld.“ Der Verband freue sich über den Boom, weil damit auch der Bio-Landbau stetig wachse.

Bioland wächst bei dieser Entwicklung mit und ist nach eigenen Angaben mit 8504 Betrieben auf einer Gesamtfläche von 475 068 Hektar (Stand Januar 2021) Deutschlands größter Bio-Anbauverband. In Hessen gehören 524 Erzeugerbetriebe auf einer Fläche von rund 32 840 Hektar zu Bioland. Die vor drei Jahren getroffene und damals nicht unumstrittene Entscheidung, Bioland-Produkte auch beim Discounter Lidl in die Regale zu bringen, hat sich nach Einschätzung des Verbands bewährt. „Mit der Ausdehnung unserer Partnerschaften im Handel erreichen wir immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher, die zuvor noch keinen Zugang zu Bioland-Produkten hatten“, betont Wehde.

Vorschriften der Bio-Verbände sind nicht immer einheitlich

Grundlage der Bio-Lebensmittelwirtschaft ist nach BÖLW-Angaben die EU-Öko-Verordnung, die seit 1991 in Kraft ist und stetig weiterentwickelt wird. Sie gilt für pflanzliche und tierische Lebens- und Futtermittel aus ökologischer Landwirtschaft und ökologischer Verarbeitung, soll für fairen Wettbewerb sorgen und Verbraucher vor Irreführungen schützen. Die Vorschriften nationaler Bio-Verbände wie Bioland und Demeter gehen in einigen Bereichen über diese Vorgaben hinaus und unterscheiden sich untereinander.

Nach Ansicht von Bioland machen es der Klimawandel und der Verlust der Biodiversität in der Agrarlandschaft notwendig, die gesamte Landwirtschaft stärker an ökologischen Kriterien auszurichten. Dafür seien die hohen Umweltfolgekosten einer zu intensiven Bewirtschaftung und Massentierhaltung zu berücksichtigen. Daher fordere Bioland die Einführung von Abgaben auf synthetische Pestizide und Stickstoffmineraldünger, erklärte Geschäftsleiter Wehde. Zur Förderung des Bio-Landbaus müsse die Politik geeignete Rahmenbedingungen setzen, fordert er. So müssten bei der Umsetzung der EU-Agrarpolitik auf Bundes- und Länderebene die zur Verfügung stehenden Fördergelder für die Landwirtschaft viel stärker Leistungen im Umwelt-, Klima-, und Tierschutz berücksichtigen.

Quelle: RND/dpa

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