Die Berichte des Weltbiodiversitätsrats machen auf den Rückgang der biologischen Vielfalt aufmerksam und zeigen, dass dieser Zustand weitreichende ökologische, ökonomische und soziale Folgen für den Menschen hat.

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Der Weltbiodiversitätsrat hat fünf Berichte zum Zustand der biologischen Vielfalt veröffentlicht. Den Berichten ist zu entnehmen, dass der weltweite Rückgang der Biodiversität nicht nur die Umwelt und die Wirtschaft, sondern auch die Lebensmittelsicherheit und Lebensqualität der Menschen gefährdet.

Zu dieser bedenklichen Entwicklung nahm Bundesumweltministerin Svenja Schulze Stellung: "Die Berichte des Weltbiodiversitätsrats sind ein Weckruf für Politiker auf der ganzen Welt. Das Artensterben ist nicht nur ein umweltpolitisches Problem, es betrifft alle Bereiche der Politik - auch in Deutschland. Die biologische Vielfalt ist unsere Lebensgrundlage. Wir wissen längst noch nicht alles über die Ursachen des Artensterbens. Aber wir wissen heute bereits genug, um gegensteuern zu können. Eine wesentliche Ursache ist der Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft. Deshalb wollen wir unter anderem den Einsatz von Glyphosat in der Landwirtschaft in dieser Legislaturperiode beenden und grundsätzlich zu einem restriktiveren Umgang mit Pestiziden kommen."

Die Hauptursache für den Rückgang der Artenvielfalt ist die zunehmende Intensivierung der konventionellen Land- und Forstwirtschaft. Zudem werden in Europa mehr Ressourcen verbraucht als reproduziert. Das hat zur Folge, dass in der Europäischen Union 27 Prozent der bewerteten Arten und 66 Prozent der Lebensraumtypen mit einem "ungünstigen Erhaltungszustand" ausgewiesen wurden. Zudem ist von 42 Prozent der Tier- und Pflanzenarten die Populationsgröße im letzten Jahrzehnt messbar zurückgegangen.

Der Biodiversitätsrat veröffentlichte nach dem ersten Bericht über Bestäuber und ihre Lebensräume im Jahr 2016 vier neue regionale Bewertungen (Nord- und Südamerika, Asien-Pazifik, Afrika, Europa und Zentralasien) und einen weiteren Bericht zur Landdegradation und -wiederherstellung. Die Berichte wurden innerhalb von drei Jahren erstellt. Es wirkten mehr als 550 führende internationale Experten aus 100 Ländern mit. Dadurch konnten für die ganze Erde wissenschaftliche Erkenntnisse, Analysen und politische Handlungsempfehlungen zusammengestellt werden. Sie stellen den wichtigsten fachlichen Beitrag zum weltweiten aktuellen globalen und regionalen Wissen über Biodiversität und Ökosystemleistungen dar.

Die Intergovernmental Platform on Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES) ist eine zwischenstaatliche wissenschaftliche Plattform für Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen. Diese Plattform wurde bei der Weltkonferenz für biologische Vielfalt 2008 in Bonn in die Wege geleitet und 2012 in Panama gegründet. Das Ziel der IPBES ist es, das verfügbare Wissen kritisch zu überprüfen und den politischen Entscheidungsträgern zur Verfügung zu stellen, damit diese bessere Entscheidungen treffen können. Dafür ist ein Jahresbudget von acht Millionen Euro eingeplant, welches das Bundesumweltministerium mit 1,5 Millionen Euro unterstützt.  


Quelle: BMU Pressemitteilung

Termine und Veranstaltungen

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IG FÜR in den Arbeitsgruppen Fulda und Kempten.

Arbeitsgruppe Fulda

Jeden ersten Montag des Monats organisiert die IG FÜR interessante Vorträge in Fulda rund um die Themen Gesundheit und nachhaltiges Leben.

Veranstaltungsort: tegut… Zentrale,
Betriebskantine (EG), Gerloser Weg 72, 36039 Fulda

Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen!

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Arbeitsgruppe Kempten

Jeden letzten Mittwoch des Monats organisiert die IG FÜR interessante Vorträge in Kempten rund um die Themen Gesundheit und nachhaltiges Leben.

Veranstaltungsort: 's Lorenz, Prälat-Götz-Straße 2, 87439 Kempten; Telefon: 0831 28584

Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen!

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IG FÜR Unterwegs

Immer mittendrin, immer im Austausch. Die IG FÜR sucht den Kontakt mit der Öffentlichkeit, um so ein gesellschaftliches Bewusstsein von der Bedeutung gesunder Lebensmittel für die Gesundheit der Menschen zu fördern.

Weitere IG FÜR Unterwegs Beiträge

IG FÜR MAGAZIN

Die IG FÜR gibt in regelmäßigen Abständen das IG FÜR Magazin (ehem. IG FÜR Zeitung) heraus, um ihre Mitglieder rund um das Thema „Lebensmittel sind Mittel zum Leben“ und über die Aktivitäten der IG FÜR zu informieren. Die aktuellen Ausgaben finden Sie hier zum Download. Viel Spass beim Schmökern!

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IG FÜR MAGAZIN 2/2019

  • Symposium "Klima-Wende jetzt! Mit dem Einkaufszettel die Welt retten?"
    am 12. September in Berlin - Referentenvorstellung
  • "Kleine Gase - Große Wirkung: Der Klimawandel"
  • Nanomaterialien - kein Zwerg kommt durch die Hintertür
  • Das Lebensmittel Wasser
  • Algen - das Superfood aus dem Meer

Ausgaben 2019: Nr. 1 / Nr. 2
Ausgaben 2018: Nr. 3Nr. 2 / Nr. 1
Ausgaben 2017: Nr. 3 / Nr. 2 / Nr. 1
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Ausgaben 2015: Nr. 3 / Nr. 2 / Nr. 1
Ausgaben 2014: Nr. 3 / Nr. 2 / Nr. 1
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