Etwa 50 interessierte Gäste waren am 7. Januar der Einladung der IG FÜR nach Fulda gefolgt, um Dr. Sabine Schäfers Vortrag “Unsere Zivilisationskrankheiten“ zu hören.

Dabei schilderte Frau Dr. Schäfer anschaulich den Zusammenhang von Ernährung und Krankheit bzw. Gesundheit. Ein Zusammenhang, der in der Ausbildung von Ärzten heute nicht immer eine große Rolle spielt. Die Medizin verordnet in der Regel nur Hemmer und Senker, heilen kann aber nur die Natur. Für Dr. Schäfer ist eine Ernährungsberatung häufig ein wichtiger Teil der Behandlung. Außerdem berichtete sie von ihren Erfahrungen, die sie bei ihren Reisen nach Boliven sammeln konnte. Das dabei gewonnene Wissen spielt für sie auch in ihrer Arbeit eine große Rolle.

Dr. Sabine Schäfer bereiste Bolivien, um dort die Ernährungsgewohnheiten des Andenvolkes zu studiert, dem man nachsagt besonders alt zu werden. Bereits vor 3000 Jahren erreichten die Einwohner im Durchschnitt das 60. Lebensjahr. Die Menschen dort leben in einer Höhe von 3000 bis 4000 Metern, sind also der Sonne und dem Licht sehr nahe, was die Nahrung positiv beeinflusst. Und auch wir sollen darauf achten, dass Obst und Gemüse im Freien gewachsen ist und die Tiere, die Fleisch und Milchprodukte liefern, Auslauf haben.

In Bolivien essen die Menschen viel „Quinoa“, eine Art Getreide das optisch an Hirse erinnert und das auch bei uns zu kaufen ist. Quinoa hat alles was der Mensch braucht: 15 Prozent hochwertiges Eiweiß und 5 Prozent Fett, sehr viele Mineralien, Eisen, Mangan, Vitamine A, E, C, mit einer Antikrebswirkung. Nun müssen wir nicht zwangsläufig auf Quinoa zurückgreifen, um ausreichend die richtigen Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette zu uns zu nehmen. Bei uns hat der Hafer eine ähnliche Zusammensetzung, 12 Prozent Eiweiß, viele gute Fette, reichlich Mineralien, Zink. Diese Stoffe gelangen durch die Blut-Hirn-Schranke und ernähren direkt das Gehirn. Gekochter Hafer sorgt deshalb u.a. dafür, dass wir nicht dement werden. Für Frau Dr. Schäfer ist Hafer ein wahres Wundermittel: Menschen mit Magen- Darmproblemen, oder Neurodermitis erleben häufig eine deutliche Linderung, wenn sie sieben Wochen lang morgens gekochte Haferflocken zu sich nehmen. Für alle, die es auch einmal ausprobieren möchten, hier ein Rezeptvorschlag:

 3 Eßl. feine Haferflocken in viel Wasser aufkochen, zurückschalten, 10 Min. weiterköcheln, verfeinern mit allem was einem morgens schmeckt:Sahne oder ein Stückchen gute Butter, Zucker oder Honig, Zimt, Milch, Äpfel, Bananen


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