Welche Verpackungen und welche Verpackungsmaterialien sind sinnvoll und wer kann dazu beitragen, Verpackungen nachhaltiger zu gestalten und zu reduzieren? Diese und viele weitere Fragen wurden am 19. März 2013 auf dem gemeinsamen Symposium der IG FÜR e.V. und der VERBRAUCHER INITIATIVE e.V. diskutiert.

Über 60 Fachleuten aus Politik, Industrie, Handel, Umwelt- und Verbraucherverbänden waren nach Berlin in die Hessische Landesvertretung gereist, um sich gemeinsam über Themen wie die Beschaffenheit verschiedener Verpackungen, die Rolle von Industrie und Handel bei der Vermeidung überflüssiger oder nicht nachhaltiger Verpackungen und die Möglichkeiten für Verbraucher, zu informieren und auszutauschen. Bei all der Vielschichtigkeit des Themas, das noch viele Möglichkeiten und Herausforderungen bietet, waren sich die Teilnehmer der Veranstaltung einig, dass das Thema Verpackungen nach wie vor hochaktuell ist und einen wichtigen Baustein bildet bei der Herausforderung, Konsum stärker in Richtung Nachhaltigkeit zu befördern.

Hochkarätige Referenten und Vertreter der Politik wie zum Beispiel Cem Özdemir von den Grünen, Dr. Gerd Müller vom BMELV sowie die hessische Umweltministerin Lucia Puttrich – das Grußwort können Sie hier nachlesen! – bereicherten den Dialog zum Thema "Verpackungen".

Im ersten Teil der Veranstaltung beleuchteten Expertenvorträge das komplexe Thema von verschiedenen Seiten. Georg Abel, Bundesgeschäftsführer der VERBRAUCHER INITIATIVE e.V., betonte die wichtige Rolle der Verbraucher, „die mitentscheiden, wie Ressourcenverbrauch und Entsorgungsfrage gelöst werden“. Melanie Weber-Moritz, Leiterin des Fachbereichs Umwelt der VERBRAUCHER INITIATIVE e.V., unterstrich in ihrem Vortrag, dass die Förderung einer umweltgerechteren Verpackung im Interesse aller liege: „Sie schafft Kosten- und Wettbewerbsvorteile für die Unternehmen und hilft Verbrauchern, ihre Handlungsoptionen für einen nachhaltigeren Konsum wahrzunehmen.“ Das Thema aus Sicht des Handels beleuchteten Günther Kabbe, Leiter des Bereichs Umweltmanagement und Nachhaltigkeitscontrolling der REWE Group, und Andreas Petke, Leiter des Qualitätsmanagements des Lebensmittelunternehmens tegut… gute Lebensmittel. Sie hoben die Bemühungen ihrer Unternehmens hervor, bei Verpackungen und Tragetaschen den ökologischen Fußabdruck zu verbessern. Genauere Informationen über die Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeit verschiedener Kunststoffe lieferte die Biochemikerin Dr. Renate Pusch-Beier, stellvertretende Sprecherin des Arbeitskreises Gentechnik beim Bund Naturschutz in Bayern. Marion Fürst, Leiterin Public Affairs, Nachhaltigkeit und Wissenschaft bei Danone, berichtete über den Stand der Entwicklung nachhaltiger Verpackungen für Milchprodukte und Gerd Müller, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverbraucherministerium, beschrieb die anstehenden Novellierungen bei Gesetzen und Verordnungen in Bezug auf Lebensmittelverpackungen.

Im zweiten Teil des Symposiums hatten die Teilnehmer die Möglichkeit und in den Fach-Foren gemeinsam zu diskutieren und die Themen Getränkeverpackungen, Handel, und innovative Verpackungsmodelle zu vertiefen. Dabei schilderte Heike Schiffler von Tetra Pak die verschiedenen Anforderungen an Verpackungen, die sowohl Verbraucherwünschen und -erwartungen, als Erfordernissen der Sicherheit, der Logistik und der Umweltfreundlichkeit genügen müssen. Christiane Rädler von der VG Nicolaus GmbH beschrieb die Entwicklung neuer Verpackungen gemäß der gesetzlichen Sicherheitsstandards und Roger Ulke von KONSUM Dresden forderte eine Entlastung des Handels von immer neuen Kennzeichnungspflichten.

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