Am 10. März 2011 haben sich viele Interessierte auf den Weg nach Hamburg gemacht, um am 5. IG FÜR Symposium „Fischt Fischers Fritz noch frische Fische?“ teilzunehmen.

Nachhaltiger Fischfang und mehr Transparenz gegenüber dem Verbraucher sind die Erkenntnisse des IG FÜR Symposiums in Hamburg. Mehr als 70 Branchenexperten des Lebensmittelhandels und der verarbeitenden Industrie diskutierten mit Vertretern von Umwelt und Verbraucherverbänden. Es bestand Konsens, dass schon viel für den nachhaltigen Fischfang in Bewegung gekommen ist, aber noch mehr getan werden kann und muss.

Das 5. Internationale IG FÜR Symposium am 10. März 2011 im Hamburger Hotel Baseler Hof begann zunächst mit einem Schock für das Organisationsteam. Just an diesem Morgen streikten die Lokomotivführer in Deutschland. Schon am Vorabend startete eine Rundrufaktion mit allen Referenten und vielen Gästen. Das Ergebnis war durchaus erfolgreich. Nur ein Referent aus Brüssel kommend musste seine Fahrt nach Hamburg absagen. Spontan sprang dafür Frau Dr. Menn von Greenpeace Deutschland ein, die einen lebhaften und sehr fundierten Vortrag gehalten hat.

Marnie Bammert von der Organisation MSC, dem wohl wichtigsten Label für nachhaltigen Fischfang, machte vor allem das Problem des sehr hohen Anteils an Beifang transparent, was auch die Sprecher von WWF und Greenpeace bestätigten. Für die ökologische Aquakultur als Alternative plädierte Dr. Andreas Stamer vom Schweizer FIBL. Georg Abel, Bundesgeschäftsführer der VERBRAUCHER INITIATIVE in Berlin, machte deutlich, dass der Kunde vom Handel mehr Transparenz und Glaubwürdigkeit erwartet.

Wie dies in Best Practice umgesetzt wird, referierte mit einem sehenswerten Vortrag Dr. Daniela Büchel von der REWE Group. Fast vorbildlich agiert die REWE mit ihrem Konzept „pro Planet“. Dass „pro Planet“ kein Greenwashing, sondern eine durchdachte Konzernstrategie mit einer konsequenten Kundenorientierung ist, wurde den Teilnehmern sehr deutlich gemacht. Guido Frölich erläuterte, wie die Sortimentsumstellung auf nachhaltige Fischangebote bei tegut...verläuft. Zwei weitere erfolgreiche Unternehmen zeigten auf, wie Nachhaltigkeit in ihrer Unternehmensphilosophie verankert ist: die Frosta AG, vertreten durch Felix Ahlers, und die Deutsche See GmbH.

Fazit der Vorträge und Diskussionen: Die Branche hat sich auf den Weg gemacht, auch wenn der Anteil an nachhaltigem Fisch vom Gesamtmarkt betrachtet noch zu klein ist. Alle Protagonisten ziehen an einem Strang, trotz unterschiedlicher Perspektiven.

Der Appell des IG FÜR Symposiums lautet daher: „Ihr einzelnen Protagonisten – vernetzt euch noch stärker!“

 


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