Kurzvita des Mitglieds

Im wunderschönen Chiemgau bin ich in den 1960er und 70er Jahren aufgewachsen: Von dort nach dem Abitur wegzugehen, Volkswirtschaft zu studieren und anschließend in Hamburg noch eine Journalistenschule zu durchlaufen, bedeuteten für mich viele neue Anregungen – sowohl in kultureller Hinsicht, als auch in Sachen Ernährung. Ich konstatierte in Sachen Qualitätsbewusstsein bei Lebensmitteln ein ausgeprägtes Nord-Süd-Gefälle und fing schon während meiner Zeit bei einem Kölner Wirtschaftsmagazin damit an, mich mit gesundem Essen zu beschäftigen. Im Jahr 2006 gründete ich in Frankfurt die Zeitung Quell, eine Kundenzeitung, die sich mit nachhaltigem Leben beschäftigt. Bei einem Protestmarsch gegen gentechnisch veränderte Lebensmittel lernte ich Georg Sedlmaier und kurze Zeit später die IG FÜR kennen, deren Mitglied ich seit 2008 bin.


Ich unterstütze die IG-FÜR...
.... weil ich es für sehr wichtig halte, dass die Menschen ihr Bewusstsein für qualitätsvolle Lebensmittel schulen und bei ihren Einkäufen die entsprechenden Entscheidungen treffen. Die IG-FÜR bietet eine Plattform für vorurteilsfreien Austausch über berufliche, politische, konfessionelle Grenzen hinweg.

 

Wie definieren Sie „gesunde Lebensmittel“?
Gesunde Lebensmittel sind für mich Mittel zum Leben, bei denen die ursprüngliche Lebendigkeit der Zutaten so weit wie möglich erhalten bleibt. Sein haben für mich einen möglichst geringen Verarbeitungsgrad und sind möglichst frei von Zusatzstoffen. Nicht zuletzt haben sie noch ihren charakteristischen Duft und Geschmack. Mit gesunden Lebensmitteln macht es Spaß, selbst zu kochen.

Welche Rolle spielen Verbraucher und Handel in Bezug auf „gesunde Lebensmittel“?
Letztlich ist der Kunde König: Er kann/könnte darüber entscheiden, was geht und was nicht geht. Allerdings müsste die große Masse der Kunden dazu bereit sein, für Qualität mehr Geld auszugeben und ihre Kaufentscheidung nicht nur über den Preis fällen. Das setzt mündige Verbraucher voraus, die sich über das Thema Ernährung informieren und denen es nicht egal ist, was auf ihrem Teller landet. Die Zeitung Quell möchte in diese Richtung Impulse geben. Das versuchen auch die einen oder anderen Handelsunternehmen und ich wünsche mir, dass diese „Selbstermächtigung“ zum mündigen Konsumenten vom Handel noch mehr gefördert wird.

Was wünschen/erhoffen Sie von der IG FÜR?
Die IG FÜR schafft interessante Anlässe für anregenden und angeregten Austausch über die oben beschriebenen Grenzen hinweg. Ich wünsche mir, dass diese positive und konstruktive Grundstimmung erhalten bleibt und noch mehr Menschen dazu motiviert, sich mit dem für uns alle so wichtigen Thema auseinander zu setzen.


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