Statement von Dr. Renate Pusch-Beier

"Deutschland ist der Schweineproduzent Nr. 1 in Europa. 98 Prozent unseres Fleisches kommen aus Massentierhaltung, die auf Medikamente angewiesen ist. Es werden Unmengen an Antibiotika eingesetzt mit fatalen Folgen. Denn der Mensch nimmt sie nicht nur über das Fleisch auf. Indem die Landwirte die Felder mit den Ausscheidungen der Tiere düngen,  gelangen die Antibiotika auch in Wasser, Boden und Pflanzen und damit erneut in die Nahrungskette. Der massive Einsatz von Medikamenten fördert die Bildung multiresistenter Keime: immer häufiger erkennbar an der Wirkungslosigkeit vieler Antibiotika in der Humanmedizin. Umso wichtiger ist es, jetzt etwas in der Nutztierhaltung zu ändern: Wir brauchen eine EU-einheitliche Überwachung von Antibiotika- und Hormon-Abgaben in der Tiermedizin, eine Senkung der Einsätze, eine zentrale Datenbank, Maßnahmen bei Verstoß gegen Auflagen und vor allem eine bessere Tierhaltung."


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