Wasserprivatisierung durch die Hintertür

Wasser ist lebensnotwenig und eine der wichtigsten Ressourcen unseres Planeten. Die "Initiative Information - Natur - Gesellschaft" hat drei interessante Filme zum Thema zusammengestellt, die interessante Einblicke über den weltweiten Umgang mit diesem wertvollen Rohstoff geben.


Wasserkrieg in Bolivien - Weltbank wollte Wasser (sogar Regen) privatisieren
Die Weltbank hat die Privatisierung des Wassers zur Bedingung für weitere Kredite an die Bolivianische Regierung gemacht. Hinter verschlossenen Türen wurde ein 40-jähriger Monopolvertrag an ausländische Firmen vergeben. Die Konzession beinhaltete die Konfiszierung und damit Enteignung gemeinschaftlich errichteter und genutzter Brunnen. Kurz darauf erfolgten Preiserhöhungen für die Konsumenten, deren Wasserrechnungen zwischen 50 und 250 Prozent anstiegen. Auf Proteste wurde seitens der Regierung mit äußerster Gewalt geantwortet. Doch das Volk wachte auf und siegte am Ende eindrucksvoll.


Geheimoperation Wasser - EU fördert Wasserprivatisierung
Klammheimlich versteckt in einer Richtlinie versucht die Europäische Kommission gerade ein Jahrhundertprojekt durchzusetzen. Es geht um nicht weniger als die europaweite „Privatisierung“ der Wasserversorgung. Wenn sich die EU durchsetzt, wird aus einem Allgemeingut ein Spekulationsobjekt werden. Es ist ein Sieg multinationaler Konzerne, welche für dieses Projekt jahrelang gearbeitet haben. 


Water Makes Money - Wie private Konzerne aus Wasser Geld machen
Als unverzichtbares Grundnahrungsmittel war Wasser immer ein öffentliches, kommunal verwaltetes Gut. Auch heute noch ist die Wasserversorgung weltweit zu mehr als 80% in öffentlicher Hand. Derzeit jedoch klopfen überall die weltgrößten Wasserkonzerne Veolia und Suez an die Tür finanziell klammer Kommunen. Allein Veolia ist heute in mindestens 69 Ländern auf allen fünf Kontinenten präsent und damit die unbestrittene No. 1 in der Welt der privaten Wasserversorgung. Auch in Deutschland hat Veolia es in kürzester Zeit geschafft, mit der Beteiligung an Wasserwerken von 450 deutschen Kommunen zum größten Versorger des Landes im Trink- und Abwasserbereich aufzusteigen.


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