Bodenschutz: "Amsterdam-Erklärung" appelliert an die Regierenden der Welt

Amsterdam Erklaerung webFruchtbaren Boden auch für künftige Generationen erhalten: Dieses Ziel verfolgt die "Amsterdam-Erklärung", die die Teilnehmer der internationalen Konferenz "Celebrating Soil! Celebrating Life!" feierlich in Amsterdam veröffentlichten.

Im "Königlichen Tropeninstitut" in Amsterdam waren am 26. und 27. Juni rund 500 Teilnehmer zur internationalen Konferenz "Celebrating Soil! Celebrating Life!" zusammengekommen, um dem Boden eine Stimme zu geben. Mit dabei waren zahlreiche prominente Vertreter aus Unternehmen, Politik und Geistesleben, darunter u.a. Umweltaktivistin Vandana Shiva, die ehemaligen Agrarminister von Deutschland und Bhutan, Renate Künast und Pema Gyamtsho sowie Alnatura Geschäftsführer Prof. Dr. Götz Rehn.
    
Als Teil der "Save Our Soils – Rettet unsere Böden"-Kampagne, die die die IG FÜR als Partner unterstützt, machte die Konferenz deutlich, dass sofortiges Handeln notwendig ist. Denn jedes Jahr gehen 24 Milliarden Tonnen fruchtbarer Boden verloren, ein wirtschaftlicher Verlust von 1,5 Billionen Euro. Wird diese Entwicklung nicht gestoppt, sind die Folgen verheerend: Schließlich braucht es, um Klimaziele und Nahrungssicherheit zu erreichen, gesunden Boden.

Zahlreiche Prominente wie Julia Roberts haben diese Gefahr erkannt und unterstützen die "Save Our Soils – Rettet unsere Böden"-Kampagne. Denn nur so haben auch künftige Generationen eine faire Lebensgrundlage.

Die "Amsterdam-Erklärung"

Doch was lässt sich gegen die fortschreitende Zerstörung der Böden tun? Als Antwort auf diese Frage und als ein Versprechen an die künftigen Generationen haben Prominente und die 200 "Save Our Soils – Rettet unsere Böden"-Kampagnenpartner Lösungsmöglichkeiten und Verpflichtungen gesammelt und in der "Amsterdam-Erklärung" zusammengetragen. Darin setzen sie sich für die ökologische Landwirtschaft und einen nachhaltigen Umgang mit dem Boden ein. So heißt es dort: "Entscheidungsträger, Regierungen, Wirtschaftsvertreter und die Zivilgesellschaft sollten erkennen, dass diese Form der Landwirtschaft die beste Lösung ist, um Biodiversität sowie Klima- und Nahrungssicherheit zu erhalten." Eine der Mitwirkenden, die frühere Agrarministerin Renate Künast, betonte: "Es ist Zeit, dass das Thema Boden auf die globale Agenda kommt."

Ein Zeichen für den Boden

Ein symbolisches Zeichen an die künftigen Generationen hatten die Teilnehmer der Konferenz bereits früh am Tag gesetzt: Umweltaktivistin Vandana Shiva, Nature & More Geschäftsführer Volkert Engelsman, Alnatura Geschäftsführer Prof. Dr. Götz Rehn, Köchin Sarah Wiener und einige mehr kamen vor dem Kongressgebäude für eine gemeinsame Guerilla Gardening-Aktion zusammen. Ausgerüstet mit einem Spaten, lösten sie Steinplatten aus dem Amsterdamer Gehweg und gaben Bio-Samen und Bio-Kompost in die Erde. "Lebendige Böden und gesunde Samen sind der Ursprung unserer Gesellschaft", betonte Vandana Shiva.

Volkert Engelsman, der die "Save Our Soils – Rettet unsere Böden"-Kampagne zusammen mit FAO und IFOAM ins Leben gerufen hat, zeigte sich nach der Aktion hoffnungsvoll: "Bauern, die sich um ihre Böden kümmern, sind die Ärzte der Zukunft. Doch die Verbraucher haben letztlich die Macht: Nur wenn diese entscheiden, in Zukunft nachhaltig angebaute Produkte zu kaufen, kann sich wirklich etwas verändern." Und er fügte hinzu: "Was mir Hoffnung gibt, ist, dass die jungen Meinungsträger die ökologische und nachhaltige Landwirtschaft unterstützen. Wir, die führende Generation, müssen daher jetzt Verantwortung übernehmen."

Mehr Informationen zu "Save Our Soils – Rettet unsere Böden" finden Sie unter www.rettetunsereboeden.de.


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