Kommentar: Nanotechnologie hat in Lebensmitteln nichts zu suchen!

Schon vor drei Jahren diskutierten Experten beim IG FÜR Symposium in Fulda die Problematik der nicht vorhandenen gesetzlichen Regelungen bezüglich Nanopartikeln in Lebensmitteln. Jetzt weisen auch DIE GRÜNEN im EU-Parlament auf diesen Missstand hin:

Die gesetzlichen Regelungen zu neuartigen Lebensmitteln müssen dringend überarbeitet werden, erklärt der Europaabgeordnete und agrarpolitische Sprecher der Grünen/EFA, Martin Häusling:

"Nano-Partikel haben nach Ansicht der Grünen in Lebensmitteln nichts zu suchen. Dies muss endlich auf europäischer Ebene auch so geregelt werden.

Forscher warnen seit langem, dass von Nano-Partikeln eine toxische Wirkung für den Konsumenten als auch für die Umwelt ausgeht. Von daher reicht eine einfache Kennzeichnung auf der Verpackung nach unserer Ansicht absolut nicht aus. Es ist bedauerlich, dass sich die Mehrheit der Mitglieder im EU-Agrarausschuss trotz aller Warnungen der Wissenschaft dieser Auffassung am Donnerstag nicht angeschlossen hat.

Positiv ist zwar, dass für die Zulassung neuartiger Lebensmittel ein unabhängiges Expertengutachten vorliegen muss und dabei sowohl Gesundheits- als auch Umweltaspekte berücksichtigt werden müssen. Es ist aber fraglich, ob diese Auflage in der Praxis noch von Wert ist, wenn noch nicht einmal allergene Stoffe gekennzeichnet werden müssen. Auch in diesem Punkt wollen wir Grüne im weiteren Verfahren dringend nacharbeiten."

Quelle: Pressemitteilung der Grünen/EFA im Europäischen Parlament (Brüssel, 06.11.2014)

Hier gelangen Sie zur Internetseite von Martin Häusling


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