Briefe gegen Patente

Patente auf Tiere und Lebensmittel ist ein Thema, dass die IG FÜR seit langem beschäftigt, aber immer mehr an Brisanz gewinnt:

Es gibt inzwischen 7600 Patentanmeldungen auf Pflanzen und Tiere, aber kaum eine öffentliche Debatte darüber. Und dabei sind die Auswirkungen für die gesamte Wertschöpfungskette für Lebensmittel, die durch die Monopolisierung einiger weniger internationaler Konzerne wie Monsanto zustande kommen, gravierend. Es darf nicht sein, dass zukünftig Konzerne bestimmen wie hoch ein Abgabepreis ist oder ein Landwirt Lizenzgebühren für sein Saatgut an Konzerne bezahlen muss. Das ist eine Problematik wie sie bereits in Indien und anderen Ländern der Eine-Welt bestehen. Die Abhängigkeit und die Kostenauswirkungen auf die gesamte Wertschöpfungskette sind nicht absehbar. Schon jetzt gibt es Patente auf Broccoli, Tomaten oder Melonen. Genauso wie auf bestimmte Schweinerassen. Als Ziel der Patentinhaber kann man die Kontrolle über den Lebensmittelmarkt erkennen.

 

Aus diesem Grund trafen sich Teile des IG FÜR Vorstandes mit Vertretern des Lebensmittelhandels. In einem gemeinsamen Workshop diskutierten die Teilnehmer die aktuellen Entwicklungen. Dabei wurde deutlich, wie wichtig es ist möglichst viele Unternehmen, Interessensvertretungen, NGOs, Verbände und auch Privatpersonen zu informieren, um gemeinsam die Politik aufzurütteln und um eine Stellungnahme zu bitten.

Als Ergebnis des Workshops wurde eine Briefvorlage verfasst, mit dem sich in erster Linie Unternehmen der Verarbeitung und des Lebensmittelhandels, aber natürlich auch die NGOs oder Privatpersonen an ihre politischen Vertreter wenden können – vom Landtags- bis zum Europaabgeordneten. Der Brief ist als Grundlage zu verstehen. Jeder sollte ihn auf sein Unternehmen oder seine Organisation bezogen individuell verfassen.

Die Briefvorlage können Sie sich hier herunterladen.

 


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