Mehr Lebensmittelsicherheit: EU-Parlament will Nanotechnologie und Klonen stärker regulieren

Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments hat am 22. November abgestimmt, dass Lebensmittel, die mithilfe von Nanotechnologie hergestellt werden oder von geklonten Tieren stammen, stärker reguliert werden müssen.

Martin Häusling, Abgeordneter der Grünen im EU-Parlament und Mitglied im Umweltausschuss, begrüßt die Entscheidung: „Mit dem beschlossenen Moratorium für Nano-Lebensmittel wird gewährleistet, dass Lebensmittel, die mit Hilfe von Nanotechnologie hergestellt worden sind, erst nach einer entsprechenden Unbedenklichkeitsüberprüfung in Umlauf gebracht werden dürfen. Für die Verpackung von Lebensmitteln dürfen nur noch Nanomaterialien verwendet werden, die nachweislich keine schädlichen Wirkungen haben.“

Ebenso sollen Lebensmittel, die von Klontieren stammen, ab sofort besser kontrolliert und gekennzeichnet werden. Häusling sieht in den Beschlüssen ein positives Signal für den zukünftigen Umgang der EU mit Lebensmitteln: „Neuartige Lebensmittel erfordern allerhöchste Umsicht in der Handhabung und Gesetzgebung“, so der Grünen-Abgeordnete. „Ihre Auswirkung auf die menschliche Gesundheit sowie die Gesundheit von Tieren und auf die Umwelt sind noch zu wenig bekannt. Wir sollten deshalb Vorsicht walten lassen, um nicht später mit möglichen unerwünschten Auswirkungen konfrontiert zu werden.“

Zur Pressemitteilung von Martin Häusling/ MdEP (25.11.2014): Neuartige Lebensmittel - Umweltausschuss stellt Gesundheit vor Konzerninteressen 


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