Kritik an Gentechnik in den USA wächst

Mehr als 80 Prozent der verarbeiteten Lebensmittel in den USA sind genverändert. Doch bei den Verbrauchern regt sich ein Umdenken: Immer mehr greifen bewusst zu gentechnikfreien Produkten.

Prof. Dr. Christiane Kolass-Hundeshagen, Professorin für Marketing an der Houston Baptist University in Texas, berichtete in der Lebensmittel Praxis 10/15 davon, dass sich in den USA zunehmend Kritik an gentechnisch veränderten Lebensmitteln formiere. Eine Ursache sieht sie darin, dass Verbraucher, Verbraucherverbände und Ärzte durch die wachsenden Lebensmittel-Importe aus Eruropa sähen, dass auch ein anderer Umgang mit Lebensmitteln möglich sei.

Seit einigen Jahren warnen amerikanische Verbraucherschützer die Bevölkerung vermehrt vor gentechnisch veränderten Lebensmitteln. Organisationen wie das "Non GMO Project" entwickeln zur Aufklärung große Kampagnen.

Auch gibt es mittlerweile offizielle Listen, die Unternehmen und Produkte aufführen, die auf Gentechnik komplett verzichten. Diese gentechnikfreien Lebensmittel verzeichnen, laut Dr. Kolass-Hundeshagen, sogar einen Zuwachs von fast 20 Prozent. Ebenso werben Restaurants und Bäckereien immer öfter mit der Eigenschaft "GMO free".

Langsam, aber sicher bekommt die Gentechnik-Industrie in den USA Gegenwind.

Quelle: "Gentechnik in den USA unter Beschuss" von Dr. Christiane A. Kolass-Hundeshagen. In: Lebensmittel Praxis 10/15.


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