BÖLW-Vorsitzender Felix Prinz zu Löwenstein fordert von der Großen Koalition ein deutliches Umsteuern für eine zukunftsfähige Land- und Lebensmittelwirtschaft.

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Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), fordert von der Großen Koalition ein deutliches Umsteuern, um die Land- und Lebensmittelwirtschaft zukunftsfähig zu machen:

„Wir wünschen uns von der Großen Koalition, dass sie die nächsten vier Jahre entschlossen nutzt. Denn nur wenn die neue Bundesregierung deutlich umsteuert, können Landwirtschaft und Ernährung fit für die Zukunft werden. Die Politik der vergangenen vier Jahre fortsetzen, das genügt nicht, damit das Wasser sauber bleibt, die Artenvielfalt gestärkt und das Klima geschützt wird.

Neben Bundesagrarministern Julia Klöckner ist das gesamte Team um Kanzlerin Merkel gefordert, damit der Umbau der Sektoren gelingt. Mit 20 % Ökolandbau bis 2030 hat die GroKo hier einen wichtigen Transmissionsriemen benannt, mit dem Nachhaltigkeits- und Klimaziele erreicht werden können. Zupacken muss Klöckner aber nicht nur in Berlin sondern auch in Brüssel, wenn es um die Reform der Europäischen Agrarpolitik geht.

10 Mrd. Euro Bio-Umsatz pro Jahr und starkes Wachstum zeigen, welch großes Potential der Bio-Sektor für die heimische Wirtschaft birgt. Bio-Betriebe und -Hersteller sind meist kleine und mittelständische Unternehmen, die Menschen in Stadt und Land in Arbeit bringen und Nachhaltigkeits-Pioniere sind. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier kann mit der ‚Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur‘ für Innovationen sorgen und die Investition im Bio-Bereich sorgen, um die Öko-Wirtschaftsmotoren im ländlichen Land zu stärken.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze wird die deutschen Klimaziele und den Stopp des Artenschwundes nur erreichen, wenn auch ihr Haus kräftig am Umbau der Lebensmittelwirtschaft mitwirkt.
Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, muss das Innovationspotential von Bio heben. Derzeit gehen nur 1,6 % der Agrarforschungsmittel in die Öko-Forschung. Hier muss die Bundesregierung zulegen, wenn das 20 %-Ziel zeitnah erreicht werden soll.

Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Gerd Müller, hatte bereits in der letzten Legislaturperiode auf Bio in der Entwicklungszusammenarbeit gesetzt. Dieses zarte Pflänzchen sollte weiter gestärkt werden. Den Hunger zu bekämpfen und die wirtschaftlichen Verhältnisse vor Ort zu stabilisieren, dazu kann Ökolandbau beitragen. So können sich Menschen in ihrer Region eine Zukunft aufbauen und werden nicht gezwungen, ihre Heimat zu verlassen.“

Der BÖLW fordert, Steuereinnahmen zukünftig gezielt für Umweltschutz und Tierwohl zu verwenden und dadurch insbesondere für bäuerliche Betriebe neue Perspektiven zu schaffen. Die Bundesregierung sollte den Fairen Handel stärken, indem sie sich dafür einsetzt, dass internationale Menschen- und Umweltrechtsabkommen sowie sozial-ökologische Standards die Grundlage für Handelsverträge bilden. Darüber hinaus sollte der Bund das Angebot an Bio-Produkten in der öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung am Beispiel Dänemarks und somit eine nachhaltigere und gesündere Ernährung fördern.

Quelle: Pressemitteilung des BÖLW, 14.03.2018

Termine und Veranstaltungen

Ob Symposium, Fachtagungen, Vorträge oder Vorstandstreffen, hier informieren wir Sie über kommende Veranstaltungen der
IG FÜR in den Arbeitsgruppen Kempten und Fulda.

Arbeitsgruppe Fulda

Jeden ersten Montag im Monat organisiert die IG FÜR interessante Vorträge in Fulda rund um die Themen Gesundheit und nachhaltiges Leben.

Veranstaltungsort: tegut… Zentrale, Gerloser Weg 72, 36039 Fulda, Raum: Wasserkuppe (im 3. Obergeschoss)

Eintritt frei, Spenden sind willkommen!

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Arbeitsgruppe Kempten

Jeden letzten Mittwoch des Monats organisiert die IG FÜR interessante Vorträge in Kempten rund um die Themen Gesundheit und nachhaltiges Leben.

Veranstaltungsort: 's Lorenz, Prälat-Götz-Straße, 287439 Kempten, Telefon: 0831 28584

Eintritt frei, Spenden sind willkommen!

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Immer mittendrin, immer im Austausch. Die IG FÜR sucht den Kontakt mit der Öffentlichkeit, um so ein gesellschaftliches Bewusstsein von der Bedeutung gesunder Lebensmittel für die Gesundheit der Menschen zu fördern.

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Die IG FÜR gibt in regelmäßigen Abständen das IG FÜR Magazin (ehem. IG FÜR Zeitung) heraus, um ihre Mitglieder rund um das Thema „Lebensmittel sind Mittel zum Leben“ und über die Aktivitäten der IG FÜR zu informieren. Die aktuellen Ausgaben finden Sie hier zum Download. Viel Spass beim Schmökern!

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  • Gesünder essen mit der richtigen Nahrungskombination
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