Hallo Paris! Was ist mit der Landwirtschaft?

Loewenstein webDie UN-Klima­konferenz in Paris ist beendet. Was von dem Weltklimavertrag zu halten ist, kommentiert Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des BÖLW, sehr treffend.

"Es ist erschreckend, dass die Landwirtschaft in Paris nicht mehr als eine Randnotiz war und im Klimavertrag nicht vorkommt. Und das, obwohl sie in drei verschiedenen Rollen eine Schlüsselposition hat. Erstens ist die Landwirtschaft prominentes Opfer der globalen Erwärmung. Wie jetzt in Syrien führt der Klimawandel zu Ernteausfällen und wird so zum Auslöser für Konflikte und Migration. Zweitens ist die Landwirtschaft mit einem Drittel der Treibhausgaserzeugung gleichzeitig Klima-Täter. Und durch das Potential gesunder Böden, Kohlenstoff zu binden, könnte eine klimafreundliche Landwirtschaft drittens auch zur Lösung der Klimakrise beitragen - wenn die Zerstörung fruchtbarer Böden gestoppt und stattdessen Humus aufgebaut wird.

Weitermachen wie bisher führt in die Katastrophe. Den Kampf gegen die Klimakrise können wir nur gewinnen, wenn wir die Landwirtschaft weltweit auf regenerative Methoden ausrichten, wie sie im Ökologischen Landbau entwickelt werden. Nur eine regenerative Landwirtschaft kann den Kohlenstoff aus der Atmosphäre holen und wesentlich dazu beitragen, dass dessen Konzentration wieder auf ein erträgliches Maß absinkt.

Neben dem positiven Klima-Effekt bedeutet eine Vermehrung von Humus mehr Fruchtbarkeit, Wasserhaltefähigkeit und Ertragssicherheit. Regenerative Landwirtschaft ist somit eine konkurrenzlos günstige Methode der Kohlenstoff-Sequestrierung, die zudem erhebliche Ökosystemleistungen mit sich bringt. Und darauf ist die Menschheit dringend angewiesen."

Welches Potential regenerative Landwirtschaft hat, lesen Sie in der Studie "Regeneration von Böden und Ökosystemen: Ein Weg zur Begrenzung des Klimawandels Grundlagen für die erforderliche Klima- und Agrarpolitik" (zur Kurzfassung). In der Studie ist der Zusammenhang zwischen Kohlenstoff-Fixierung, regenerativer Landwirtschaft und Ökolandbau dargestellt.

Quelle: BÖLW-Statement vom 12.12.2015.

 

Termine und Veranstaltungen

Ob Symposium, Fachtagungen, Vorträge oder Vorstandstreffen, hier informieren wir Sie über kommende Veranstaltungen der
IG FÜR in den Arbeitsgruppen Kempten und Fulda.

Arbeitsgruppe Fulda

Jeden ersten Montag im Monat organisiert die IG FÜR interessante Vorträge in Fulda rund um die Themen Gesundheit und nachhaltiges Leben.

Veranstaltungsort: tegut… Zentrale, Gerloser Weg 72, 36039 Fulda, Raum: Wasserkuppe (im 3. Obergeschoss)

Eintritt frei, Spenden sind willkommen!

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Arbeitsgruppe Kempten

Jeden letzten Mittwoch des Monats organisiert die IG FÜR interessante Vorträge in Kempten rund um die Themen Gesundheit und nachhaltiges Leben.

Veranstaltungsort: Haus Hochland/Soldatenheim, Prälat-Götz-Straße, 287439 Kempten, Telefon: 0831 28584

Eintritt frei, Spenden sind willkommen!

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IG FÜR Unterwegs

Immer mittendrin, immer im Austausch. Die IG FÜR sucht den Kontakt mit der Öffentlichkeit, um so ein gesellschaftliches Bewusstsein von der Bedeutung gesunder Lebensmittel für die Gesundheit der Menschen zu fördern.

Weitere IG FÜR Unterwegs Beiträge

IG FÜR MAGAZIN

Die IG FÜR gibt in regelmäßigen Abständen das IG FÜR Magazin (ehem. Für Zeitung) heraus, um ihre Mitglieder rund um das Thema „Lebensmittel sind Mittel zum Leben“ und über die Aktivitäten der IG FÜR zu informieren. Die aktuellen Ausgaben finden Sie hier zum Download. Viel Spass beim Schmökern!

magazin 03 2017

IG FÜR MAGAZIN 3/2017

  • Obst als Lebensmittel
  • Einblick in die berufliche Laufbahn von Georg Sedlmaier
  • Zustand des deutschen Grund- und Trinkwassers
  • Lebensmittelbetrug als "Leuchtturm-Thema"

 

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